Vivsigno

Longtempe mi ne skribis en tiun ĉi blogon. Depost majo 2011 mi nun lernas Esperanton. Mi ne estas plej bona parolanto, sed ĝojigas!

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All-Time-Classics: Scientist Rids the World of the Evil Curse of the Vampires

Mit diesem Artikel möchte ich den Startschuss einer hoffentlich lange währenden Reihe geben: Platten die man unbedingt gehört haben muss und die zu meinen absoluten Favourites zählen! All-Time-Classics eben!

Beginnen wir mit dem Album mit dem warscheinlich längsten Namen im Plattenregal: „Scientist Rids the World of the Evil Curse of the Vampires“, auf Deutsch so ungefähr mit „Der Scientist befreit die Welt vom bösen Fluch der Vampire“ zu übersetzen 😉
Scientist Rids The World Of The Evil Curse Of The Vampires

Aufgenommen und gemixt wurde das Album 1981 von Hopeton Brown, alias Scientist, im Studio von King Tubby. Die Riddims kommen allesamt von den Roots Radics und Künstlern wie Wayne Jarret, Michael Prophet und den Wailings Souls, eine Kombinationen die noch auf vielen anderen Scientist Produktionen zu hören sein wird.

Das Album zeigt eindrucksvoll, warum Scientist schnell Tubby’s Lieblingsschüler wurde und geradezu eine neue Ära des Dubs einläutet: Während Tubby, Jammy und Co. oftmals Reggaetunes mit ihren einzigartigen Effekten unterlegen, während das Originalstück aber noch zweifelsfrei zu erkennen bleibt, mixt, delayed, filtert und reverbed Hopeton was das Zeug hält. Der Dub ist also längst nicht mehr der nette Remix, der nach dem Original gespielt wird um die Crowd bei den eingängigen Passagen mitgröhlen zu lassen, sondern etabliert sich nach über 10 Jahren zu einer eigenständigen Kunstform!

Scientist Stil zeigt sich besonders bei Stücken wie „Plague of Zombies“ (das Original „He Can Surely Turn The Tide“ stammt von Johnny Osbourne): eingehender Gesang am Anfang des Stückes der sich irgendwann im Nichts verhallt, dann nur noch die Bassline… Irgendwann piepsen dann nebenbei die kläglich durch einen Hochpassfilter gejagt Rythmusgitarren dazu. Und gerade wenn man die Lautstärke auf ein Maximum drehen möchte, um die wunderbar monotone Basslinie zu genießen, knallen einem die Snaredrums nur so um die Ohren um abrupt wieder zu stoppen 🙂 Fett!

Bemerkenswert und zugleich Markenzeichen von Scientists Alben ist das Cover, welches von Greensleeves Haus und Hof Artist Tony McDermott gestaltet wurde (siehe auch dieser Artikel bei CreativeReview). Hier tummeln sich krude Monster, Frankensteins und Halbtote in einem leuchtend grünen Fluss, während Scientist in einem zum dicken Soundsystem umgebauten Schnellboot angeprescht kommt. Ästhetisch passt es wunderbar in jene Zeit, in der Leute vor den Kinos Schlange standen, um sich den neusten Star War Film anzuschauen sowie die ersten Heimcomputer und Spielkonsolen kauften.

Wer so wie ich in den 80’er Jahren mit Funk und HipHop sozialisiert wurde (der Dank geht an meinen großen Bruder), wird viele Samples, die dem Album entnommen wurden, wiedererkennen. Hieran zeigt sich eigentlich auch nach reichlich 29 Jahren der Stellenwert der Platte! Also: nicht nur reinhören sondern auch kaufen!

Ein schon älteres aber interessantes Interview mit Scientist findet sich übrigens hier.

Robostep

Als bekanntlich großer Fan des Dub in allen seinen Variationen, ist es mir immer sehr schwer gefallen mich für Dubstep zu erwärmen. In letzter Zeit jedoch entwickeln einige Jungs aus Detroit, eine Stadt die ja für ihren Einfluss in der Techno Musik legendär ist, sowie die Netzmusikszene eine elektronischere und härtere Version des Dubstep: Robostep.

Allen voran schreitet hier Dstruct.O bzw. DJ VEX, ein Künstler aus Kanada, der seine mechanisch-wabbernen Stücke in zwei genialen Mixes zusammenfasst:

Dstruct.O-Battle Of The Bots.Episode.01 by Dstruct.O

Dstruct.O-Rise Of The Droids (B.O.T.B. Episode.2) by Subbbace Records

Weitere Anlaufpunkte für nächtelange Robotergeräusche in den Ohren sind

Robostep rules the nation!